Unternehmen, welche Rechnungen elektronisch verschicken (hier insbesondere per E-Mail), müssen eine Abwesenheitsnotiz des Empfängers zur Kenntnis nehmen. In diesem Fall beginnt eine Zahlungsfrist nicht zu laufen, sondern erst dann, wenn der Empfänger tatsächlich wieder erreichbar ist (OGH, Entscheidung 9 Ob 56/13w).

Für die Praxis heißt das, man sollte sich den entsprechenden Termin in einer Wiedervorlage (Office Line Wiedervorlage, oder Outlook Kalender, oder ToDo-Liste eines CRM-Systems) vormerken und die Rechnung dann entsprechend neu mit den geänderten Valutadaten (= ab wann eine Zahlungsfrist beginnt) versenden. Das Rechnungsdatum sollte aus steuerlichen Gründen dabei unberührt bleiben.
Selbstverständlich kann die Rechnung auch ganz normal per Post zugestellt werden.